2. und 3. Platz beim Nö Bautechnikpreis

NEWS | 29.05.2018

Bei der niederösterreichweiten Ausscheidung zum Bautechnikpreis belegten Projekte von Schülergruppen der HTL Krems zwei Podiumsplätze. Die Gruppe Scheuch Philipp, Sulzer Thomas und Sterkl Maximilian errang mit dem Projekt „Pielachphilharmonie“ den dritten Platz und die Gruppe Tauber Alexander, Kronawetter Leon und Steindl Fabian mit dem Projekt „Hotel & Restaurant Schlossberg“ den zweiten Platz. Beide Teams besuchen die 5AHBTH der Abteilung Bautechnik mit dem Ausbildungsschwerpunkt Hochbau. Insgesamt traten 15 Teams – 5 je HTL-Standort in NÖ - zum Bautechnikpreis der nö Bauinnung unter dem Vorsitz des Landesinnungsmeisters Bmstr. Ing. Robert Jägersberger an.

„Pielachphilharmonie“:

Mit der „Pielachphilharmonie“ zu Prinzersdorf soll ein eingeschossiges Veranstaltungs­gebäude mit Café an der Pielach entstehen.

Der winkelfömige Bau bietet einerseits Schutz für die großzügig vorgelagerte Terrasse, und andererseits geben die beiden Baukörper eine Richtung vor, welche unterschiedliche Ausblicke zur Uferlandschaft gewähren.

Das Gebäude wird über einen barrierefreien Zugang im Nordosten betreten, wo durch einen großzügigen Windfang beide Gebäudeteile und deren Nebenräume erschlossen werden.

Das Cafe ist im westlichen Gebäudeflügel mit einer großzügigen Glasfassade situiert, welche einen imposanten Blick auf die vorbeifließende Pielach bietet. Im südlichen Baukörper befindet sich der große Veranstaltungsraum, der Platz für 120 Personen bietet.

Durch diesen Bau soll das Flussufer der Pielach als Naherholungsgebiet für Prinzersdorf aufgewertet werden.

 

 

Hotel & Restaurant Schlossberg:

In der Gemeinde Sitzenberg-Reidling wird wegen der geplanten Kuhr- und Heilanstalt der Bau eines Hotels mit ca. 30 bis 50 Betten erforderlich.

Für das Gebäude sind seitens der Gemeinde drei Grundstücke zur Auswahl gestanden. Nach Besichtigung und Abklärung der Rahmenbedingungen wurde ein schmales, am Fuße des Schlossberges direkt beim Schlossteich befindliches Grundstück ausgewählt.

Da der Bau als zusätzlicher Kommunikationspunkt im Ort dienen soll, eignet sich der gewählte Standort am besten. Hervorgehoben wird dies durch ein öffentlich zugängliches Restaurant und ein angeschlossenes Cafe.

Trotz der schwierigen Bauplatzkonfiguration ist nach einigen Entwürfen ein ansprechender und funktionaler Baukörper entstanden.

Der dreigeschoßige und langgestreckte Hotelbau wird durch seine prägnante, an der Felswand verlaufende offene Stiege strukturiert. Wie ein Rückgrad werden durch die Treppe und fortführenden Gänge die Räume erschlossen. Zwei Lichthöfe geben der gestreckten Erschließung Struktur und liefern die erforderliche natürliche Belichtung.

Im Erdgeschoss befindet sich die Lobby mit den erforderlichen Nebenräumen.

Der anschließende Wellnessbereich ist über einen zweiten Aufzug und ein Stiegenhaus vom Zimmertrakt im 1. und 2 Obergeschoss erreichbar.

Im ersten Obergeschoss befindet sich das Restaurant mit einer Schrägverglasung und vorgelagerten Sonnenterrasse. Die Ein- und Zweibettzimmer sind im östlichen Gebäudeteil des ersten Obergeschosses und im gesamten zweiten Obergeschoss situiert. Jedes Zimmer ist mit einer Loggia bzw. Terrasse Richtung Schlossteich ausgestattet.

Dieses ambitionierte Projekt zeigt, dass trotz hoher Anforderungen der Gemeinde auf einem ursprünglich schwierig bebaubaren Grundstück mit viel Engagement und Kreativität eine anspruchsvolle Lösung gefunden werden konnte.