Dachverband der österreichischen Sozialversicherung und Josephinum
Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, tauschte die 3AHBGM das Klassenzimmer gegen die Praxis und begab sich auf eine spannende Exkursion nach Wien. Das Programm bot einen tiefen Einblick in die digitale Zukunft des österreichischen Gesundheitssystems sowie eine faszinierende Reise zurück zu den Wurzeln der modernen Medizin.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Dachverbandes der Sozialversicherung. Hier erhielten wir Informationen aus erster Hand über die gewaltigen Dimensionen, die hinter unserem Sozialstaat stehen. Dr. Burz (Büroleiter) eröffnete die Runde mit einem Überblick über die Aufgaben des Dachverbandes und verdeutlichte anhand beeindruckender Kennzahlen, welche organisatorische Leistung die Sozialversicherung täglich erbringt.
Anschließend hielten Michael Deimel und Sandra Hofer von der SVC – Sozialversicherungs-Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft m.b.H. einen Vortrag über die E-Card. Sie erklärten uns, wie das Lesen der E-Card mittels eines „Gino“-Gerätes funktioniert, welche Informationen darauf gespeichert sind und wie sie im österreichischen Gesundheitssystem verwendet wird. Besonders interessant war zu erfahren, wie die Chipkarte den Ablauf bei Arztbesuchen erleichtert und welche technischen Systeme dahinterstehen.
Anhand von Beispielen wurde uns gezeigt, wie Behandlungen abgerechnet werden, welche Daten dabei verarbeitet werden und wie diese geschützt werden müssen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig funktionierende IT-Systeme und ein guter Datenschutz im Gesundheitswesen sind. Viele der Themen, über die gesprochen wurde, kennen wir auch aus dem Unterricht, zum Beispiel Datenbanken, Netzwerke, Schnittstellen und IT-Sicherheit.
Am Nachmittag folgte der kulturelle und wissenschaftshistorische Teil des Tages: der Besuch im Josephinum. Das medizinhistorische Museum beeindruckte durch seine umfangreiche Ausstellung. Man konnte die Entwicklung medizinischer Geräte von ihren Anfängen bis in die Gegenwart nachverfolgen.
Das absolute Highlight war jedoch die weltberühmte anatomische Wachsmodell-Sammlung. Kaiser Joseph II. hatte einst rund 1.200 Wachsmodelle als Lernobjekte für auszubildende Militärärzte in Auftrag gegeben. Diese lebensechten Exponate boten eine einzigartige Gelegenheit, die menschliche Anatomie in einer Präzision zu bewundern, die bereits vor Jahrhunderten Maßstäbe setzte.
Die Exkursion hat uns gezeigt, wie eng Medizin und Informatik miteinander verbunden sind und wie wichtig gut funktionierende IT-Systeme für ein modernes Gesundheitssystem sind. Für uns als Medizininformatik-Schüler:innen war es sehr interessant zu sehen, wie unser zukünftiges Wissen später in Bereichen wie Sozialversicherung, Krankenhäusern oder Forschung eingesetzt werden kann.






















































































































































































































































































































































































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